Kriegsende in den Regionen Hegau, Bodensee, Bregenzerwald / Vorarlberg

 

In den Regionen Hegau, Bodensee und Vorarlberg kam es in den  letzten Tagen des Krieges zu Kampfereignissen und Gewalttaten, die in direktem Zusammenhang mit der fortschreitenden Besetzung durch die französischen Truppen und der wirkungslosen Verteidigung durch deutsche Truppen, häufig Waffen-SS, standen. Zu Konfrontationen mit den französischen Truppen kam es nahezu regelmäßig, wenn die Besatzungstruppen Orte durch Panzersperren abgeriegelt antrafen. Die Verteidigung eines Ortes beim Eintreffen der Franzosen wurde nie von den Bewohnern gefordert, sondern in fast allen Fällen von der Waffen-SS angeordnet.

Panzersperre beim Hotel Ochsen in Überlingen am Bodensee, Januar 1945. Foto Sigfried Lauterwasser, Archiv E. Wiedeking

Besonders in den Regionen Hegau und Bodensee und im Vorarlberger Rheintal machte sich der dominante Einfluss der Waffen-SS aus der SS-Unterführerschule Radolfzell bemerkbar. Die deutschen Soldaten zogen sich in ungeordneten Gruppen, oder auch einzeln, aus der Frontzone zurück, um nicht in französische Gefangenschaft zu geraten. Sie waren kampfmüde und verfügten nicht mehr über genügend Transportmittel und Verpflegung. Die Meisten von ihnen waren erschöpft und zu Fuß in die sogenannte „Alpenfestung“ unterwegs. Der größte Teil, der auf dem Rückzug befindlichen Soldaten, wurde durch ihre Kommandeure aus ihren Kampfeinheiten entlassen und auf den Weg zur „Alpenfestung“ kommandiert. Einige haben auch sicherlich versucht, auf eigenen Wegen in ihre Heimat zurück zu finden.

Zwei große Rückzugswege in die „Alpenfestung“ lassen sich erkennen. Zum einen ist es der Weg von der Nordseite der Schwäbischen Alb, aus dem Bereich Immendingen, zum Bodensee und weiter über Bregenz, Rheintal, Klostertal zum Arlbergpass. Ein zweiter Weg führte von der Schwäbischen Alb bei Münsingen über Biberach, Isny, Hergatz ins Vorarlberger Allgäu und von dort weiter in den Bregenzerwald.

Entlang dieser Rückzugswege kam es zu massiven Gewalttaten der Waffen-SS gegen deutsche Soldaten und Zivilpersonen. Auch Gewalttaten durch französische Truppen wurden bekannt. Sie werden gleichermaßen im Buch „Das Ende - Eine Spurensuche im Hegau, am Bodensee, in Vorarlberg“ beschrieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles Thema

Bournemouth / England

 and the Second World War

Silja Wiedeking 2004

https://www.spurensuche-wiedeking.de/bournemouth-england/ 

 

   Silja Maria Wiedeking
Writer - Journalist - Author 

www.silja-wiedeking.com 

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Vor dem Vergessen bewahren

Foto ca. 1937 

Josef Märte

aus Sipplingen am Bodensee. 

Josef wurde am

18. 09. 1919 in Sipplingen geboren und wird seit dem

03. 08. 1044 in 

Stupia - Pacanow /Polen vermisst. 
Laut Meldung war Josef am 3. August 1944 bei der

2. Kompanie leichte Feldwerftabteilung (motorisiert) I/40 
An Josef wird noch heute auf dem Grabstein seiner Eltern und Schwester auf dem Friedhof in Sipplingen erinnert. 

Foto 2017 

Auf Spurensuche

 

Jüdischer Friedhof in Bad Buchau. Foto August 2016

Besuchen Sie bitte auch die Seite

http://www.judeninbuchau.de/ 

Der Durnbach War Cemetery und das Durnbach Cremation Memorial ist eine Kriegsgräberstätte der Commonworlth War Graves Commission, die in Gmund am Tegernsee im Ortsteil Dürnbach liegt. Foto Juli 2016

Diese beiden Fotos zeigen Wolfgang, Jürgen und Elmar bei der Spurensuche im Bereich der ehemaligen Nachtjagdstellung in Eppingen. Fotos März 2016

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